Eingewöhnung nach dem Trondheimer Modell

Die Eingewöhnungszeit des Kindes ist eine sehr wichtige Zeit für alle Beteiligten. 

Unsere Eingewöhnung basiert auf dem Trondheimer Modell“ (elternaktive Eingewöhnung).

Die drei Phasen:

  • Phase 1 - Vorbereitungsphase ab Zusage des KIGA Platzes
  • Phase 2 – Rolle der Eltern: Elternaktive Eingewöhnung (3 Tage) Eltern begleiten drei volle Tage den Gruppenalltag mit ihrem Kind. Sie haben an jedem Tag eine andere Rolle
  • Phase 3 - Erste Zeit ohne Eltern (3 Tage)

 

           Das Modell basiert auf Forschung zu:

  • Bindungstheorie (Bowlby, Ainsworth)
  • Stressregulation und Cortisol Messungen bei Kleinkindern
  • Transitionsforschung (Wechsel von Familie zu Bildungseinrichtung)
  • Feinfühligkeit und Responsivität pädagogischer Fachkräfte
  • Elternaktive Eingewöhnung als Schutzfaktor für Stressreduktion

 

Es ist eines der am besten evaluierten Eingewöhnungsmodelle Europas, weil es

über Jahre in vielen Einrichtungen beobachtet, gemessen und weiterentwickelt wurde.

Warum ist dieses Eingewöhnungsmodell so bewährt

  • Neue Situationen erhöhen das Stresshormon Cortisol: Umso länger die Eingewöhnung andauert, umso höher ist der Stresspegel im Speichel der Kinder
  • Eine kurze Eingewöhnung mit intensiver Vorbereitung ist stressärmer für das Kind und die ganze Familie
  • Elternnähe senkt Cortisol
  • Kurze, gut begleitete Trennungen verhindern Überforderung
  • Sichere Bindung entsteht durch Feinfühligkeit, Vorhersagbarkeit und gute Vorarbeit, wo die Beziehung zum Kind und der Familie schon über Treffen vor der eigentlichen Eingewöhnung aufgebaut wird